Blutegel

Der medizinische Blutegel (Hirudo medicinalis) ist ein etwa 5 cm langes, wurmartiges Tier, das sich von Blut ernährt. Egel werden seit Jahrtausenden zu therapeutischen Zwecken eingesetzt und haben auch in Europa eine lange medizinische Tradition. Heute werden die Blutsauger unter strenger Kontrolle speziell gezüchtet. Deutsche Praxen und Kliniken verwenden pro Jahr etwa 400.000 Tiere.

Seine medizinische Bedeutung verdankt der Egel den vielen verschiedenen Wirkstoffen in seinem Speichel. Der Wirkstoffcocktail, der durch einen Biss injiziert wird, beinhaltet Hirudin, Bdelline, Apyrase, Kollagenase, Egline und eine histaminähnliche Substanz. Diese Stoffe wirken schmerzstillend, entzündungs- und gerinnungshemmend.

Die Anzahl der zur Behandlung eingesetzten Blutegel ist abhängig vom Alter und Gewicht, der Krankheit und dem Zustand des Patienten sowie der Größe der zur Verfügung stehenden Egel. Blutegel saugen während einer Behandlung 30 bis 90 Minuten, dann fallen sie von alleine ab.

Nach dem Saugen kommt es zu einem Nachbluten, das bis zu zwölf Stunden dauern kann. Das Nachbluten wird nicht unterbunden, denn es ist ein sanfter Mikroaderlass, der die Wunde vor Sekundärinfektionen schützt und reinigt.

 

Häufig gestellte Fragen:

Verursacht die Therapie Schmerzen?
Der Biss eines Blutegels ist vergleichbar mit dem Hautkontakt mit Brennesseln oder dem Stich einer Mücke. Es ist nicht schmerzhaft, es kann aber zu einem leichten Jucken kommen.

Wie viele Egel werden angesetzt?
Abhängig vom jeweiligen Fall kommen pro Sitzung mindestens zwei, maximal zwölf Egel zum Einsatz.

Wie viel Blut verliert man?
Der Blutverlust ist abhängig von der Anzahl der eingesetzten Egel und dem jeweiligen Krankheitsbild. Als Faustregel gilt: Ein kleiner Egel saugt 2 bis 3 ml, ein großer bis zu 30 ml, diese Menge verdoppelt sich bei der Nachblutung.

Welche Nebenwirkungen gibt es?
Möglich sind lokale Reaktionen oder eine kurzzeitige Kreislaufschwäche. Je nach Behandlung kommt es zu längeren Nachblutungen, die aber leicht durch Druckverbände gestoppt werden können. Schwere Nebenwirkungen treten sehr selten auf.

Wer sollte sich nicht behandeln lassen?
Patienten mit Blutgerinnungsstörungen, Blutarmut, bekannten allergischen Reaktionen auf Wirkstoffe des Egels, Schwangeren und stillenden Müttern wird von einer Therapie abgeraten.

• Da es sich hier um ein nicht wissenschaftlich/schulmedizinisch anerkanntes/bewiesenes Verfahren handelt, ist somit auch die Wirksamkeit wissenschaftlich/schulmedizinisch nicht bewiesen. Die Heil- und Anwendungshinweise leiten sich aus Beobachtung und Erfahrung ab. Ich habe mich für diese Verfahren entschieden da ich wiederholt gute Erfahrung damit gemacht habe und es mit gutem Gewissen meinen Patienten anbieten kann.